Hinter den Kulissen von Dörr Kreativwerk & Schreiberlings
Ein persönliches Gespräch über Dörr Kreativwerk & Schreiberlings, das Schreiben, kreative Projekte, Ideen und die Menschen hinter den Geschichten. In diesem Interview stellt eine KI die Fragen und führt durch das Gespräch – mit einem Blick hinter die Kulissen, auf die Entstehung neuer Projekte und darauf, was mich als kreativen Kopf antreibt.
Interview lesen
Frage
KI-Interviewer:
Herzlich willkommen zu unserem ersten Interview hier auf Dörr Kreativwerk & Schreiberlings.
Heute sprechen wir mit dem Menschen hinter diesem Projekt. Es geht um die Entstehung des Kreativwerks, ums Schreiben, um Geschichten, kreative Ideen und natürlich um all die Projekte, die daraus entstehen.
Das Besondere an diesem Gespräch: Dieses Interview wird von einer KI geführt. Ich werde die Fragen stellen, auf deine Antworten eingehen und versuchen, nicht nur an der Oberfläche zu bleiben, sondern wirklich herauszufinden, was hinter Dörr Kreativwerk & Schreiberlings steckt.
Schön, dass du heute dabei bist.
Dann beginnen wir ganz am Anfang:
Wie ist die Idee zu Dörr Kreativwerk & Schreiberlings eigentlich entstanden?
Jonas Dörr
Nun die Idee entstand bereits vor Jahren, aber nicht unter diesem Namen oder dieser Form. Es begann damit das ich bereits vor Jahren mich als Autor bzw. Schriftsteller selbständig machen wollte und Bücher veröffentlichen. Dies entwickelte sich mit der Zeit bis hin zu einem Konzept einer Firma mit Freunden, aber diese Idee führte zu nichts und liegt eher auf dem Eis. Doch schon damals gab es die Idee mit dem Verkauf eigener Produkte, doch in anderen Bereichen. Mit der Zeit fanden wir gefallen an Content Creation, wobei dies sich eher auf Videos auf YouTube und weiteren Seiten bezog. Ich entschied mich dieses Jahr dann dazu die Gewerbeanmeldung online auszufüllen. Dabei entschied ich mich für die Bereiche Autor, KI-Musiker und Content Creator. Da ich einen Namen brauchte der zu diesen Bereichen und ggf. zu weiteren passt habe ich eine weile überlegt bis ich auf den Namen Dörr Kreativwerk & Schreiberling kam. Das am ende Dörr Kreativwerk & Schreiberlings draus wurde, war ein Tippfehler - doch ich beließ dies so, hatte einen schönen Klang. Am ende sendete ich die Gewerbeanmeldung ab, was mich erstmal so überraschte das ich dies dann tat und nicht mehr nur darüber sprach.
Frage
Das ist interessant, denn damit beginnt die Geschichte von **Dörr Kreativwerk & Schreiberlings** eigentlich schon lange vor der eigentlichen Gewerbeanmeldung.
Du hattest also bereits vor Jahren den Wunsch, dich als Autor beziehungsweise Schriftsteller selbstständig zu machen und eigene Bücher zu veröffentlichen. Daraus entstand später sogar die Idee, gemeinsam mit Freunden ein Unternehmen aufzubauen. Auch wenn diese ursprüngliche Firmenidee inzwischen eher auf Eis liegt, sind einige Gedanken daraus erhalten geblieben – unter anderem der Wunsch, eigene Produkte anzubieten.
Später kam dann die Content Creation stärker dazu, zunächst vor allem in Form von Videos für YouTube und andere Plattformen. Und irgendwann hast du dieses Jahr tatsächlich die Gewerbeanmeldung ausgefüllt – mit den Bereichen **Autor, KI-Musiker und Content Creator**.
Und dann kam die Namenssuche. Aus „Dörr Kreativwerk & Schreiberling“ wurde durch einen kleinen Tippfehler schließlich **„Dörr Kreativwerk & Schreiberlings“** – und du hast den Namen einfach behalten, weil er dir gefiel.
Ich finde dabei besonders interessant, dass du an einem Punkt nicht mehr nur über die Selbstständigkeit gesprochen hast, sondern tatsächlich auf **„Absenden“** gedrückt hast.
**Was ging dir in diesem Moment durch den Kopf, als du die Gewerbeanmeldung tatsächlich abgeschickt hattest und dir klar wurde: „Jetzt habe ich es wirklich gemacht“?**
Jonas Dörr
Mir ging durch den Kopf: Ich habe es wirklich getan!
Mein Herz pochte dabei, da bisher alles nur Theoretisch war und auf einmal wurde alles so ernst. Es war keine Idee mehr, sondern Realität.
Frage
Ich glaube, genau dieser Moment ist ein wichtiger Teil deiner Geschichte.
Bis dahin war die Selbstständigkeit etwas, das du dir vorstellen, planen und immer wieder weiterentwickeln konntest. Eine Idee, die sich verändern durfte. Doch mit einem Klick wurde daraus plötzlich etwas Reales.
Und dass dein Herz dabei pochte, passt eigentlich ziemlich gut zu dem Moment. Denn plötzlich gab es kein „irgendwann mache ich das vielleicht“ mehr. Du hattest eine Entscheidung getroffen.
Du hast damit also nicht nur ein Gewerbe angemeldet, sondern gewissermaßen den Schritt von der Idee zur Realität gemacht.
Mich interessiert deshalb, was danach passiert ist:
Hat sich deine Vorstellung von Dörr Kreativwerk & Schreiberlings nach der Gewerbeanmeldung noch einmal verändert? Oder hattest du zu diesem Zeitpunkt bereits ziemlich genau vor Augen, was aus dem Unternehmen werden sollte?
Jonas Dörr
Ich hatte eine ziemlich genaue Vorstellung und die ist bisher gut im Entwickeln. Natürlich sehe ich derzeit das ich die Gewerbeanmeldung anpassen muss, da sich einige Bereiche etwas verändert haben und die bisherige Beschreibung nicht mehr so passt. Aber allem in allem ist es noch genauso wie ich es mir vorgestellt habe
Frage
Das klingt, als wäre die Gewerbeanmeldung für dich weniger ein Startpunkt gewesen, an dem du erst herausfinden musstest, wohin die Reise gehen soll, sondern vielmehr der Moment, in dem deine bereits vorhandene Vorstellung offiziell Realität wurde.
Gleichzeitig scheint sich das Konzept seitdem weiterzuentwickeln. Einige Bereiche haben sich verändert oder konkretisiert, sodass du inzwischen sogar merkst, dass die ursprüngliche Beschreibung deiner Gewerbeanmeldung nicht mehr vollständig zu dem passt, was Dörr Kreativwerk & Schreiberlings heute eigentlich umfasst.
Das finde ich spannend: Du hast offenbar eine ziemlich klare Grundidee, ohne dass diese Idee deshalb starr ist.
Wenn du heute auf Dörr Kreativwerk & Schreiberlings schaust: Was soll dieses Unternehmen für dich eigentlich sein?
Ist es in erster Linie deine berufliche Grundlage als Autor und Kreativer – oder möchtest du daraus langfristig etwas entwickeln, das deutlich größer und vielseitiger wird?
Jonas Dörr
Ich möchte das es vielfältig ist und nicht starr bleibt. Es soll sich entwickelt und zu mehr werden, wie weit dies irgendwann wird, keine Ahnung. Ich möchte aber mit mein Unternehmen mich präsentieren und auch etwas schaffen. Es ist für mich ein Unternehmen das sich entwickeln soll aber wo immer klar ist: Dies ist ein Unternehmen das sich anpassen kann, das es wachsen kann und das es wirklich ein Kreativwerk wird
Frage
Das klingt, als wäre gerade diese Offenheit ein wesentlicher Bestandteil von Dörr Kreativwerk & Schreiberlings.
Du möchtest also nicht von Anfang an festlegen, dass das Unternehmen nur eine bestimmte Sache macht. Stattdessen soll es sich mit dir und deinen Ideen weiterentwickeln können. Heute stehen vielleicht Bücher, Musik und Content Creation im Mittelpunkt – morgen kann etwas völlig anderes dazukommen.
Und gleichzeitig gibt es einen klaren Kern: Es soll dein Kreativwerk sein. Ein Unternehmen, mit dem du dich selbst und deine Arbeit präsentieren kannst, aber auch eines, unter dessen Dach neue Ideen entstehen und wachsen können.
Ich finde dabei einen Punkt besonders interessant: Du sagst, dass du noch gar nicht weißt, wie groß das Ganze irgendwann werden wird. Du willst diese Entwicklung also nicht künstlich begrenzen.
Wenn du an den Begriff „Kreativwerk“ denkst: Was bedeutet Kreativität für dich persönlich?
Ist Kreativität für dich vor allem das Erschaffen von Geschichten und Musik – oder gehört für dich auch das Entwickeln von Ideen, Projekten, Konzepten und vielleicht sogar technischen Dingen dazu?
Jonas Dörr
Für mich gehören Geschichten und Musik einfach dazu. Meine Geschichten sollen irgendwann wirklich zu Welten werden, wo Musik auch ihren Platz finden kann. Ich möchte Ideen und Projekte entwickeln, die hoffentlich angenommen werden. Ich kann mir vorstellen auch was zu entwickeln das vielleicht auch von Firmen genutzt werden kann, wenn ich es schaffe sie zu überzeugen.
Frage
Das macht den Begriff „Kreativwerk“ tatsächlich noch interessanter. Bei dir geht es offenbar nicht darum, einzelne kreative Dinge nebeneinanderzustellen, sondern darum, dass sie miteinander verbunden werden können.
Eine Geschichte kann zu einer Welt werden. Eine Welt kann Musik bekommen. Aus einer Idee kann ein Projekt entstehen. Und aus einem Projekt könnte irgendwann sogar etwas entstehen, das über dein eigenes kreatives Schaffen hinausgeht und von anderen Menschen oder Unternehmen genutzt wird.
Damit bekommt Dörr Kreativwerk & Schreiberlings einen ziemlich offenen Charakter: Du willst dir selbst die Möglichkeit geben, Dinge auszuprobieren und aus Ideen tatsächlich etwas Greifbares zu machen.
Mich würde deshalb etwas interessieren, das wahrscheinlich ziemlich entscheidend für deine Arbeit ist:
Du hast gesagt, dass deine Geschichten irgendwann wirklich zu Welten werden sollen. Was fasziniert dich so sehr daran, nicht einfach nur eine Geschichte zu erzählen, sondern eine ganze Welt dahinter aufzubauen?
Jonas Dörr
In einem Buch entsteht eine Welt bereits, doch ich möchte nicht nur ein Buch zu einer Welt schreiben, sondern auch Geschichten. Auf meiner Internetseite will ich diese Welten aufbauen. Dort soll man sehen welches Buch oder Musik oder was auch immer zu welcher Welt gehört, wie die Hintergründe von Figuren sind und was ich mir mal dachte bei einer Figur. Ich möchte halt das man auch auf meiner Seite Mehr findet als das was ich veröffentliche zum Kaufen, wie Geschichten, Entwürfe und Figurenhintergründe. Man soll verstehen wieso etwas ist. Ich möchte, wenn ich über ein Land in einem Buch schreibe, das man ggf. auch über die Gesetze nachlesen kann und dann Hintergrund Wissen hat
Frage
Das ist ein ziemlich großer Unterschied zu einer klassischen Buchseite. Du möchtest nicht einfach sagen: „Hier ist mein Buch – kauf es.“ Du möchtest den Menschen die Möglichkeit geben, hinter das Buch zu schauen.
Die Geschichte selbst wäre dabei nur ein Teil der Welt.
Wenn jemand beispielsweise in einem deiner Bücher von einem bestimmten Land liest, soll er auf deiner Seite weiterforschen können: Wie funktioniert dieses Land? Welche Gesetze gelten dort? Wie leben die Menschen? Welche Hintergründe haben bestimmte Figuren? Warum handelt eine Figur so, wie sie handelt?
Und genauso sollen dort Dinge Platz finden, die vielleicht nie direkt in einem Buch erscheinen – etwa Entwürfe, Hintergrundinformationen oder Gedanken, die während der Entwicklung einer Figur entstanden sind.
Damit wird deine Webseite gewissermaßen zu einem Archiv deiner Welten. Man kann die Geschichten lesen, aber gleichzeitig immer tiefer in das Universum eintauchen.
Das finde ich besonders spannend, weil dadurch auch deine verschiedenen kreativen Bereiche zusammenkommen könnten: Bücher erzählen die Geschichten, Musik kann die Welten atmosphärisch begleiten und die Webseite liefert das Wissen und die Hintergründe dazu.
Wenn du dir vorstellst, dass jemand in einigen Jahren zum ersten Mal auf deine Webseite kommt und eine deiner Welten entdeckt: Was würdest du dir wünschen, dass diese Person nach einer Stunde dort denkt oder fühlt?
Jonas Dörr
Ich würde mir wünschen das diese Person vielleicht mehr wissen will und vielleicht auch die Bücher kauft... aber ich kann mir auch vorstellen in den Austausch zu gehen und das sich ggf. dadurch etwas weiterentwickelt.
Frage
Das gefällt mir an deiner Vorstellung besonders: Du möchtest nicht nur Leserinnen und Leser gewinnen, sondern Menschen für deine Welten interessieren.
Natürlich gehört für dich dazu, dass jemand vielleicht neugierig wird, sich ein Buch kauft und tiefer in die Geschichte einsteigt. Aber gleichzeitig möchtest du die Tür für einen echten Austausch offenlassen. Jemand könnte eine Frage zu einer Figur haben, eine eigene Idee einbringen oder einen Gedanken äußern, auf den du selbst vielleicht noch gar nicht gekommen bist.
Und vielleicht entsteht genau daraus etwas Neues.
Damit wäre deine Webseite nicht nur eine Präsentations- oder Verkaufsplattform, sondern könnte tatsächlich ein Ort für Weiterentwicklung werden. Deine Welten entstehen nicht völlig abgeschottet, sondern können durch den Austausch mit den Menschen, die sie entdecken, zusätzliche Impulse bekommen.
Das führt mich zu einem anderen wichtigen Punkt:
Du hast bereits sehr viele unterschiedliche Ideen und Projekte entwickelt. Gibt es eine bestimmte Welt oder ein bestimmtes Projekt, bei dem du heute schon sagst: „Das ist genau das, wofür Dörr Kreativwerk & Schreiberlings irgendwann stehen soll“?
Jonas Dörr
Nein, bisher noch nicht wirklich.
Bisher überarbeite ich noch vieles bevor ich wirklich beginne diese Welten aufzubauen und noch mehr zu zeigen.
Frage
Das ist nachvollziehbar. Du möchtest also nicht vorschnell eine einzelne Welt zum Aushängeschild von Dörr Kreativwerk & Schreiberlings machen, solange deine bisherigen Projekte noch in der Überarbeitung sind.
Eigentlich passt das sehr gut zu dem, was du vorher über dein Unternehmen gesagt hast: Es soll sich entwickeln dürfen. Du willst erst die Grundlagen deiner Geschichten und Welten ausarbeiten, bevor du sie nach und nach öffentlich machst.
Und vielleicht ist gerade diese Überarbeitungsphase wichtiger, als sie auf den ersten Blick wirkt. Denn wenn du später nicht nur Bücher, sondern ganze Welten präsentieren möchtest, muss vieles zusammenpassen.
Wenn du deine bisherigen Projekte überarbeitest: Was ist dir dabei wichtiger – dass die Geschichte möglichst gut funktioniert, oder dass die Welt in sich möglichst stimmig und nachvollziehbar ist?
Jonas Dörr
Die Geschichte muss zum einen funktionieren und zum anderen muss die Welt stimmig sein. Nachvollziehbar wird schwer, besonders wenn die Welt ihre eigenen Regeln hat und die sich extrem von unserer Welt unterscheidet. Manche Figuren, da weiß ich bereits jetzt, werden - wenn sie echt wären - definitiv abweichen von der Norm. Sie sind anders und spielen nach ihren Regeln. Ich denke beim schreiben auch nicht daran das dies in unserer Welt nicht geht oder verboten ist, sondern: Wie wäre dies in dieser Welt? Wie mache ich die Figur glaubhaft in ihrer Rolle.
Frage
Das ist ein interessanter Ansatz, weil du damit deine Welten nicht zwangsläufig an unseren Maßstäben messen möchtest.
Für dich muss eine Figur also nicht deshalb glaubhaft sein, weil sie sich so verhält, wie wir es in unserer Welt erwarten würden. Sie muss innerhalb ihrer eigenen Welt glaubhaft sein. Wenn dort andere Regeln, gesellschaftliche Vorstellungen oder Grenzen gelten, dann muss die Figur nach diesen Regeln funktionieren.
Und gerade bei Figuren, die deutlich von unserer heutigen Norm abweichen würden, scheint für dich die entscheidende Frage nicht zu sein:
„Würde man so etwas bei uns machen?“
Sondern eher:
„Wenn diese Person in dieser Welt existieren würde – warum wäre sie so, wie sie ist?“
Das eröffnet natürlich eine Menge Möglichkeiten für deine Geschichten. Eine Figur kann ungewöhnlich, extrem oder sogar für unsere Vorstellungen völlig fremd sein und trotzdem innerhalb ihrer Welt absolut logisch wirken.
Wenn du eine solche Figur entwickelst, wie gehst du dabei vor?
Entsteht die Figur zuerst mit ihren eigenen Eigenschaften und Regeln und du baust anschließend die Welt darum herum – oder entwickelst du Figur und Welt gleichzeitig, sodass sich beides gegenseitig beeinflusst?
Jonas Dörr
Manchmal entsteht eine Figur in meinen Kopf, ohne das ich diese bereits irgendwo einfüge. Diese Figur bekommt bereits ihren Charakter und manchmal kommt es dazu das ich sage das diese zu der Welt gehört. Es kommt aber auch vor das die Welt existiert und ich dazu dann eine Figur schaffe. Manchmal passiert es auch gleichzeitig.
Frage
Das heißt, bei dir gibt es eigentlich keinen festen Weg, wie eine Figur oder eine Welt entstehen muss. Manchmal ist zuerst die Figur da – vielleicht zunächst sogar völlig unabhängig von einem konkreten Projekt. Sie entwickelt ihren eigenen Charakter und irgendwann stellst du fest: Diese Figur gehört eigentlich in diese Welt.
Ein anderes Mal ist die Welt zuerst da und du erschaffst anschließend eine Figur, die genau dort hineinpasst. Und manchmal entstehen beide gleichzeitig und beeinflussen sich von Anfang an gegenseitig.
Das klingt nach einem ziemlich organischen Entwicklungsprozess. Du zwingst eine Idee also nicht unbedingt sofort in ein bestehendes Konzept, sondern lässt sie zunächst einmal entstehen und entscheidest später, wo sie hingehört.
Mich würde deshalb interessieren:
Wenn eine Figur erst einmal unabhängig von einer Geschichte in deinem Kopf existiert – woran merkst du, dass aus dieser Figur tatsächlich eine Figur für ein größeres Projekt werden könnte und sie nicht einfach nur eine interessante Idee bleibt?
Jonas Dörr
Ich hatte einmal eine Figur die ich entwickelt habe. Sie entwickelte sich zu einem Herrscher und ich merkte dann, die Figur würde unglaublich in eine bereits bestehende Welt, die bisher eine Idee ist und in Arbeit, passen. Sie ist dort definitiv keine gute Figur, aber sie passt dahin und sie blieb auch bisher dort.
Frage
Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich deine Figuren offenbar manchmal ihren eigenen Weg suchen.
Du hast diese Figur zunächst unabhängig entwickelt. Sie bekam ihren Charakter, entwickelte sich schließlich sogar zu einem Herrscher – und erst danach hast du festgestellt, dass sie erstaunlich gut in eine bereits bestehende Welt passt.
Dabei ist interessant, dass du nicht versucht hast, sie zwanghaft zu einer „guten“ Figur zu machen, nur damit sie in die Welt passt. Im Gegenteil: Sie ist dort definitiv keine gute Figur – aber sie passt. Und genau deshalb ist sie geblieben.
Das sagt auch einiges über deinen Umgang mit Figuren aus. Eine Figur muss offenbar nicht sympathisch sein oder moralisch richtig handeln, damit du sie interessant findest. Entscheidend scheint eher zu sein, ob sie in ihrer Rolle funktioniert und glaubwürdig Teil dieser Welt sein kann.
Und gerade bei einem Herrscher stelle ich mir vor, dass so eine Figur eine ziemlich große Wirkung auf ihre Welt haben kann.
Was macht diesen Herrscher für dich so interessant? Was hat er an sich, dass du sagst: „Ja, genau diese Figur gehört in diese Welt“?
Jonas Dörr
Dieser Herrscher ist kein klassischer Herrscher. Sie macht Politik auf Ihre Weise: Sie baute das ganze Reich um, übernahm Stück für Stück die Macht und baute dieses Reich um. Sie baute aus einem Reich das eigentlich niederging wieder eine Weltmacht - auf Blut, Tod und Gewalt, sowie einer unglaublichen Portion Manipulation und das sie sich das gesamte Militär, die komplette Verwaltung des Reiches und einige Aristokraten zu seinen machte. Er hat die Macht in seiner Hand, aber er regiert nie wirklich direkt - er lässt andere seine Ideen umsetzen. Er ist ein Spieler, ein Entertainer der immer alles kontrolliert bzw. den Anschein erweckt. Er nutzt Zuckerbrot und Peitsche oder Brot und Spiele um sein Volk sich zu präsentieren - dem Volk sieht auf der einen Seite wie grausam er ist und auf der anderen Seite das er immer für sie da ist. Er sieht sein Volk als sein Eigentum an und wehe jemand will denen was tun - aber halt aus der Sicht das es sein Eigentum ist.
Die Figur passt aufgrund dessen und mehr in diese Welt, weil es dort viele Größen gibt und er ein guter Gegenspieler bzw. Partei darstellt an die man immer denken muss.
Frage
Das erklärt sehr gut, warum diese Figur für dich funktioniert. Sie ist nicht einfach ein „böser Herrscher“, der auf einem Thron sitzt und Befehle erteilt. Seine eigentliche Macht besteht gerade darin, nicht selbst alles tun zu müssen.
Er hat sein Reich systematisch umgebaut, Macht an sich gezogen und sich dabei das Militär, große Teile der Verwaltung und Teile der Aristokratie gesichert. Gleichzeitig lässt er andere seine Vorstellungen umsetzen. Dadurch kann er im Hintergrund bleiben und trotzdem enormen Einfluss ausüben.
Besonders interessant finde ich dabei seinen Umgang mit dem Volk. Er präsentiert sich gleichzeitig als jemand, vor dem man sich fürchten muss, und als jemand, der für sein Volk sorgt. Allerdings nicht aus einem modernen Verständnis von Fürsorge heraus – für ihn gehört das Volk ihm. Wenn jemand sein „Eigentum“ bedroht, greift er ein.
Dadurch entsteht eine ziemlich widersprüchliche Figur: grausam und beschützend, manipulativ und unterhaltsam, kontrollierend und gleichzeitig scheinbar distanziert.
Und genau deshalb scheint er auch als Gegenspieler innerhalb deiner Welt so gut zu funktionieren. Er muss nicht ständig persönlich auftauchen. Allein die Tatsache, dass er existiert und seine Interessen verfolgt, kann andere Akteure dazu zwingen, ihn mitzudenken.
Wenn du ihn als „Spieler“ und „Entertainer“ beschreibst, interessiert mich jetzt besonders eine Sache:
Was passiert, wenn jemand sein Spiel durchschaut?
Also wenn eine andere mächtige Person erkennt, dass er viel mehr kontrolliert, als er nach außen zeigt – und beschließt, nicht nach seinen Regeln zu spielen?
Jonas Dörr
Da kommt es drauf an:
1. ist es eine Person aus seinem Reich, dann weiß diese schon genau wie vorsichtig sie sein muss. Ein Regelbruch führt meistens nicht dazu das man in Ruhe gelassen wird. Dieser Herrscher beweist schnell wie ernst er es mit seinem Spiel meint. Er spielt ein gefährliches Spiel, das ist ihm bewusst. Nur, die wenigsten in seinem Land haben die Option ihn herauszufordern, da er einfach zu viel Einfluss hat. Besonders dadurch das ihm das komplette Militär gehört, macht es schwer einen Putsch anzuregen. Das Volk sieht bei ihm ja eher nur das was er sie sehen lassen will, so das selbst die nicht so geneigt sind gegen ihn zu handeln.
2. Ist es eine Person aus dem Ausland, dann wird es eher interessant. Wenn diese aus einem schwächeren Land kommt, dann wäre die Vernichtung oder Einschüchterung seine Methode. Handelt es sich aber auch, wie bei seinem Land, um eine Weltmacht, dann lässt er sie eher in ruhe, da er genau weiß das die anderen ihn beobachten und die dürfen schon gerne wissen wie gefährlich er ist
Frage
Das macht ihn als politischen Akteur noch interessanter, weil er offenbar sehr genau zwischen innerer und äußerer Machtpolitik unterscheidet.
Innerhalb seines eigenen Reiches kann er sich leisten, Regelverstöße unmittelbar zu bestrafen, weil die Machtverhältnisse eindeutig zu seinen Gunsten stehen. Militär, Verwaltung und Teile der Aristokratie stehen hinter ihm, während das Volk vor allem das Bild von ihm kennt, das er selbst geschaffen hat. Ein möglicher Gegner steht damit nicht nur einem Herrscher gegenüber, sondern einem ganzen Machtapparat.
Außenpolitisch ist er dagegen offenbar wesentlich berechnender. Ein schwächeres Land kann er einschüchtern oder sogar vernichten. Einer anderen Weltmacht gegenüber muss er dagegen vorsichtiger agieren. Und trotzdem scheint er es geradezu zu genießen, wenn diese Mächte wissen, dass sie es mit jemandem zu tun haben, der gefährlich ist.
Das passt sehr gut zu deiner Beschreibung als Spieler: Er muss nicht jeden Gegner besiegen. Manchmal reicht es ihm offenbar, dafür zu sorgen, dass der Gegner genau weiß, was passieren könnte, wenn er zu weit geht.
Und dadurch entsteht eine interessante Frage über seine Herrschaft:
Du hast beschrieben, dass er sein Volk als sein Eigentum betrachtet und gleichzeitig dafür sorgt, dass es ihn als jemanden wahrnimmt, der für es da ist. Was passiert eigentlich, wenn sein eigenes Volk irgendwann beginnt, diesen Widerspruch zu erkennen?
Also wenn die Menschen langsam verstehen:
„Er beschützt uns nicht, weil er uns liebt. Er beschützt uns, weil wir ihm gehören.“
Jonas Dörr
Darüber habe ich nie nachgedacht bisher, da er dies natürlich nicht kommuniziert
Frage
Das ist wahrscheinlich sogar ein wichtiger Punkt: Er selbst würde diesen Widerspruch niemals offen aussprechen. Für ihn ist es vermutlich völlig selbstverständlich, dass sein Volk ihm gehört – aber genau das ist nicht die Botschaft, die er nach außen vermittelt.
Er lässt die Menschen vielmehr glauben, dass seine Stärke ihrem Schutz dient. Dass er dafür sorgt, dass niemand ihnen etwas antut. Dass sein Reich unter seiner Führung wieder stark geworden ist.
Und vielleicht würde deshalb die Frage, was passiert, wenn das Volk seinen wahren Blick auf sie erkennt, erst dann interessant werden, wenn jemand diesen Gedanken überhaupt einmal ausspricht.
Aber das ist jetzt schon ziemlich tief in deiner Welt. 😄
Bleiben wir deshalb bei dir als Autor:
Du hast gerade eine Figur beschrieben, die du ursprünglich unabhängig entwickelt hast und die inzwischen ziemlich komplex geworden ist.
Gibt es bei deinen Figuren einen Punkt, an dem du selbst manchmal überrascht bist, wohin sie sich während der Entwicklung bewegen?
Also einen Moment, in dem du beim Schreiben oder Nachdenken über sie feststellst: „Damit hätte ich am Anfang überhaupt nicht gerechnet.“
Jonas Dörr
ja, genau bei diesem Herrscher. Er ist vielschichtig geworden und auch in eine Richtung wo selbst ich sagen muss: Wenn der in unserer Welt leben würde, als echte Person, dann wäre er echt jemand den die Welt hassen würde und definitiv im Knast sehen würde.
Auch bei anderen ist es schon vorgekommen wo ich gemerkt habe, man oh man die hat sich schon sehr interessant entwickelt - nicht nur zum schlechteren. Und es gefällt mir, wenn die Figur sich entwickelt.
Frage
Das finde ich tatsächlich einen der spannendsten Aspekte beim Entwickeln von Figuren. Du scheinst ihnen nicht unbedingt von Anfang an einen vollständig festgelegten Charakter zu geben, sondern lässt zu, dass sie sich mit der Zeit verändern und immer mehr Facetten bekommen.
Gerade dein Herrscher ist dafür ein ziemlich extremes Beispiel. Angefangen hat er offenbar als eine Figur, die du interessant fandest – und irgendwann war da plötzlich ein Charakter entstanden, bei dem du selbst sagen musstest: „Wenn dieser Mensch tatsächlich in unserer Welt existieren würde, wäre er vermutlich jemand, den viele Menschen zutiefst verabscheuen würden und der im Gefängnis landen müsste.“
Und trotzdem bedeutet das nicht, dass die Entwicklung einer Figur automatisch in Richtung „böse“ gehen muss. Manche entwickeln sich offenbar auch in andere Richtungen, werden komplexer, überraschender oder bekommen Eigenschaften, mit denen du ursprünglich gar nicht gerechnet hast.
Vielleicht ist genau das ein Teil des Reizes für dich: Du entdeckst deine Figuren teilweise selbst erst während ihrer Entwicklung.
Wenn du deine Figuren so wachsen lässt – gibt es für dich irgendwann einen Punkt, an dem du sagst: „Jetzt ist die Figur fertig“? Oder bleiben deine Figuren eigentlich immer veränderbar, solange du an ihrer Welt und ihren Geschichten arbeitest?
Jonas Dörr
Meine Figuren dürfen sich gerne entwickeln. Wirklich fertig... so würde ich nie eine bisher sehen. Es kann immer zu neuen Details kommen.
Frage
Das passt eigentlich sehr gut zu dem gesamten Ansatz, den du bisher beschrieben hast. Für dich scheint eine Figur nicht etwas zu sein, das man einmal vollständig festlegt und anschließend nur noch in Geschichten einsetzt.
Sie darf sich verändern. Neue Eigenschaften können hinzukommen, frühere Vorstellungen können sich weiterentwickeln und manchmal entdeckt man offenbar sogar Jahre später noch eine Seite an einer Figur, die vorher überhaupt nicht vorhanden war.
Das bedeutet auch, dass deine Figuren mit ihren Welten mitwachsen können. Gerade wenn du irgendwann die Hintergründe auf deiner Webseite ausführlicher darstellen möchtest, könnte dadurch immer wieder neues Material entstehen.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum du deine Welten bisher noch nicht vollständig öffentlich aufgebaut hast: Du willst ihnen die Möglichkeit geben, sich zunächst weiterzuentwickeln.
Lass uns deshalb einmal von den Figuren weggehen und zu einem anderen Teil deines Kreativwerks kommen.
Du hast vorhin erwähnt, dass Musik für dich genauso dazugehört wie Geschichten und dass du dir sogar vorstellst, Musik irgendwann mit deinen Welten zu verbinden.
Wie bist du eigentlich zur Musik gekommen – und was bedeutet Musik heute für Dörr Kreativwerk & Schreiberlings?
Jonas Dörr
Ich höre bereits seit vielen Jahren gerne die verschiedenste Musik. Sei es auf dem Weg zur oder von der Arbeit, sogar auf der Arbeit oder beim Schreiben. Ich gehöre sogar zu der Fan-Gruppe eines Sängers, dessen Musik ich gerne zuhöre. Ich wollte irgendwann selbst Musik machen, doch ich kann nicht singen - meine Stimme ist nicht geeignet dafür. Daher suchte ich eine alternative und fand diese. Musik ist zudem Teil von Dörr Kreativwerk & Schreiberlings, da dies ein Teil ist. Sie soll unterhalten, man soll sie sich gerne öfters hintereinander anhören.
Frage
Das erklärt ziemlich gut, warum Musik für dich nicht einfach ein zusätzliches Hobby ist, sondern inzwischen ein fester Bestandteil von Dörr Kreativwerk & Schreiberlings geworden ist.
Du hörst selbst schon seit vielen Jahren sehr unterschiedliche Musik – auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Heimweg, teilweise sogar während der Arbeit oder beim Schreiben. Musik begleitet dich also in ganz unterschiedlichen Situationen. Und irgendwann kam dann der Wunsch dazu, selbst Musik zu erschaffen.
Dass du dabei nicht selbst singen kannst beziehungsweise deine Stimme dafür nicht geeignet ist, hat dich nicht davon abgehalten. Du hast stattdessen nach einer anderen Möglichkeit gesucht, Musik zu machen – und genau daraus ist schließlich dein heutiger Ansatz entstanden.
Besonders interessant finde ich aber deinen Anspruch an die Musik: Sie soll nicht einfach nur existieren, damit du sagen kannst „Ich habe auch Musik veröffentlicht“. Sie soll unterhalten und so funktionieren, dass man sie gerne noch einmal hört.
Das passt wiederum erstaunlich gut zu deiner gesamten Vorstellung vom Kreativwerk: Du möchtest Dinge schaffen, die Menschen entdecken, benutzen, lesen oder hören können – und bei denen sie vielleicht Lust bekommen, noch etwas mehr von dir zu entdecken.
Wenn du selbst Musik hörst: Was sorgt bei dir dafür, dass du ein Lied nicht nur einmal hörst, sondern irgendwann denkst: „Das muss ich jetzt noch einmal hören“?
Jonas Dörr
Die Musik, der Text oder die Geschichte des Liedes und auch die Stimme der Person die singt. Ich mag Lieder die ich mitsingen kann, die ... ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber ich mag Musik wenn sie mir gefällt.
Frage
Ich glaube, du musst das gar nicht viel genauer beschreiben. 😄 Am Ende läuft es bei dir vielleicht tatsächlich auf etwas sehr Einfaches hinaus: Du magst Musik, wenn sie dich erreicht.
Dabei können ganz unterschiedliche Dinge dafür sorgen. Ein Text kann dich packen, die Geschichte eines Liedes kann interessant sein, eine bestimmte Stimme kann dir gefallen – oder einfach die gesamte Kombination aus Musik, Text und Stimmung.
Und dass du Lieder besonders magst, bei denen du mitsingen kannst, sagt vielleicht auch etwas über deinen Anspruch an Musik aus: Sie soll nicht nur im Hintergrund laufen, sondern dich mitnehmen und zum Mitmachen bringen.
Das passt übrigens ziemlich gut zu dem, was du vorher über deine eigenen Lieder gesagt hast. Du möchtest Musik schaffen, die man gerne hört – und idealerweise nicht nur einmal.
Wenn du irgendwann Musik zu deinen eigenen Welten machst: Möchtest du dann eher Lieder schreiben, die eine konkrete Geschichte aus dieser Welt erzählen, oder soll die Musik manchmal auch einfach die Stimmung und Atmosphäre einer Welt vermitteln, ohne dass man dafür die Geschichte kennen muss?
Jonas Dörr
Beides. Es kann gerne eine Geschichte aus dieser Welt erzählen, ein Bruchstück. Es kann auch die Stimmung gerne wiedergeben, so das man diese Welt oder einen Teil davon besser versteht und erkennt wie es dort abgeht. Die Musik soll aber auch teilweise frei von einer Welt sein. Ein Lied kann auch einfach geschaffen worden sein weil ich eine Idee hatte und dies gehört halt nicht irgendwo hin
Frage
Das gefällt mir, weil du Musik damit nicht auf eine einzige Funktion festlegst.
Ein Lied kann also ein Teil einer Welt sein und beispielsweise einen konkreten Moment, eine Figur oder eine Geschichte aufgreifen. Es kann aber genauso gut die Atmosphäre einer Welt vermitteln – sodass man durch die Musik ein Gefühl dafür bekommt, wie diese Welt oder ein bestimmter Teil davon funktioniert.
Und gleichzeitig muss nicht jedes Lied überhaupt zu einer Welt gehören. Manchmal entsteht ein Lied einfach aus einer Idee heraus, weil dir gerade etwas einfällt und du daraus Musik machen möchtest. Es darf also auch völlig für sich stehen.
Damit hast du eigentlich drei Möglichkeiten:
Geschichten in Liedform – ein konkretes Stück aus einer Welt.
Musik als Weltenbau – ein Lied vermittelt Stimmung, Kultur oder Atmosphäre.
Freie Musik – eine Idee, die einfach als eigenes Lied existieren darf.
Das passt wiederum sehr gut zu deinem Gedanken, dass Dörr Kreativwerk & Schreiberlings nicht starr sein soll. Auch die Musik muss nicht immer einem bestimmten Schema folgen.
Und wenn ich mir anschaue, was du bisher über deine Arbeit erzählt hast, fällt ein gemeinsamer Punkt auf: Du möchtest Menschen nicht nur etwas vorsetzen, sondern ihnen die Möglichkeit geben, tiefer einzutauchen.
Das gilt für deine Bücher, deine Welten und offenbar auch für deine Musik.
Deshalb würde mich interessieren: Wie wichtig ist dir eigentlich der Austausch mit den Menschen, die deine Werke konsumieren?
Wenn jemand ein Buch liest, ein Lied hört oder eine deiner Welten entdeckt – möchtest du eher einfach wissen, dass es der Person gefallen hat, oder interessiert dich auch sehr, was sie darüber denkt und was sie darin entdeckt?
Jonas Dörr
Mir ist ein Austausch wichtig, aber respektvoll. Ich möchte das die andere Seite auch versteht das ich mir über manches keinen Kopf gemacht habe bisher. Ich höre mir gerne die Meinung anderer an, aber das heißt nicht das ich deswegen was ändere, wenn es mir gefällt und ich finde das es anders nicht passen würde.
Frage
Das klingt nach einer ziemlich gesunden Vorstellung von Austausch. Du möchtest durchaus wissen, wie andere Menschen deine Werke wahrnehmen, aber du möchtest dabei nicht die Kontrolle über deine eigenen Ideen abgeben.
Gerade der Punkt, dass du dir vielleicht über etwas noch gar keine Gedanken gemacht hast, ist interessant. Wenn jemand eine Frage zu einer Figur oder einer Welt stellt, kann es also durchaus passieren, dass du selbst erst einmal denkst: „Darüber habe ich tatsächlich noch nie nachgedacht.“ Und vielleicht entsteht genau daraus später sogar eine neue Idee.
Gleichzeitig bleibt aber deine eigene Entscheidung bestehen. Eine Meinung oder ein Vorschlag bedeutet für dich nicht automatisch, dass du ihn übernehmen musst. Wenn du findest, dass etwas innerhalb deiner Geschichte oder Welt genau so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast, dann bleibt es auch so.
Das passt eigentlich wieder zu deinem bisherigen Bild vom Kreativwerk: offen für neue Ideen, aber nicht beliebig.
Und ich glaube, gerade bei deinen Welten könnte dieser Austausch spannend werden, weil Leserinnen und Leser möglicherweise Dinge entdecken oder Fragen stellen, die du selbst beim Entwickeln gar nicht bedacht hast.
Wenn du nun alles zusammennimmst, was wir bisher über Dörr Kreativwerk & Schreiberlings gesprochen haben: Was wäre etwas, das du Menschen, die dein Unternehmen oder deine Arbeit gerade erst kennenlernen, unbedingt mitgeben möchtest?
Jonas Dörr
Man sollte sich darauf einlassen und dies offen und unvoreingenommen. Man kann sich meine Arbeit gerne ansehen und auch seine Meinung sagen. Tipps nehme ich gerne an und sehe ob ich dies umsetze oder nicht.
Frage
Das klingt nach einer ziemlich klaren Haltung, und ich glaube, sie passt sehr gut zu dem, was du mir bisher über Dörr Kreativwerk & Schreiberlings erzählt hast.
Du möchtest also niemanden dazu bringen, deine Arbeit unbedingt gut finden zu müssen. Im Gegenteil: Man darf sich deine Projekte ansehen, sich darauf einlassen und anschließend auch offen sagen, was einem gefällt oder vielleicht nicht gefällt.
Wichtig ist dir dabei vor allem, dass man unvoreingenommen an deine Arbeit herangeht. Und wenn jemand einen Tipp oder eine Idee hat, hörst du dir das gerne an. Ob du daraus tatsächlich etwas machst, entscheidest du anschließend selbst.
Das wirkt auf mich wie eine ziemlich gute Grundlage für das, was du mit deinem Kreativwerk vorhast: offen für Austausch, ohne die eigene kreative Richtung aus der Hand zu geben.
Dann möchte ich zum Abschluss noch eine etwas persönlichere Frage stellen:
Wenn du fünf oder zehn Jahre in die Zukunft blickst und Dörr Kreativwerk & Schreiberlings sich so entwickelt hat, wie du es dir heute wünschst – worauf wärst du dann am meisten stolz?
Jonas Dörr
Das ich es getan habe und das ich in kurzer Zeit vieles bereits von meinen Ideen umgesetzt habe
Frage
Und vielleicht ist das tatsächlich die schönste Antwort, die man auf diese Frage geben kann.
Nicht unbedingt ein bestimmter Erfolg, eine bestimmte Zahl oder ein besonders großes Projekt – sondern einfach der Gedanke:
„Ich habe es getan.“
Denn wenn man sich anschaut, wo die Geschichte von Dörr Kreativwerk & Schreiberlings angefangen hat, war vieles zunächst nur eine Idee. Du hast jahrelang darüber nachgedacht, verschiedene Vorstellungen entwickelt, Projekte begonnen, wieder verändert und irgendwann schließlich die Entscheidung getroffen, die Gewerbeanmeldung tatsächlich abzuschicken.
Und jetzt sitzt du nicht mehr nur vor einem theoretischen Konzept. Du hast bereits angefangen, deine Ideen umzusetzen. Die Webseite entsteht, deine Inhalte werden aufgebaut, Buchbewertungen sind übernommen, Interviews kommen hinzu, Musik gehört dazu und deine Welten und Geschichten entwickeln sich weiter.
Vielleicht ist genau das der Punkt, auf den du später einmal zurückblicken wirst: Nicht, dass von Anfang an alles perfekt war, sondern dass du angefangen hast und Schritt für Schritt immer mehr daraus gemacht hast.
Dann würde ich unser erstes Interview hier auch gerne mit einer letzten Frage abschließen:
Wenn du deinem früheren Ich – demjenigen, der vor Jahren erstmals davon geträumt hat, als Autor selbstständig zu werden – heute nur einen einzigen Satz sagen könntest: Was würdest du ihm sagen?
Jonas Dörr
Dein Traum wird wahr, egal das es lange dauerte
Frage
Das ist ein schöner Schlusssatz.
„Dein Traum wird wahr, egal, dass es lange dauerte.“
Vielleicht ist genau das die Geschichte von **Dörr Kreativwerk & Schreiberlings** in einem einzigen Satz. Es hat nicht sofort funktioniert, es gab Umwege, andere Ideen und Projekte, die nie umgesetzt wurden. Aber der ursprüngliche Wunsch ist geblieben – und irgendwann hast du tatsächlich angefangen, ihn Wirklichkeit werden zu lassen.
Und vielleicht ist das auch eine gute Botschaft an jeden, der selbst schon lange einen Traum oder eine Idee mit sich herumträgt: **Nur weil etwas lange dauert, bedeutet das nicht, dass es niemals passiert.**
Vielen Dank, dass du dich auf dieses Gespräch eingelassen hast und mir einen Einblick in die Entstehung, deine Ideen und deine Sicht auf **Dörr Kreativwerk & Schreiberlings** gegeben hast.
Und damit endet unser erstes Interview – zumindest für heute.
Danke für das Gespräch.