Die Sieben Todsünden
Sieben Dämonen.
Sieben Mächte, die älter sind als jedes Reich, jedes Gesetz und jede Moral.
Seit Anbeginn der Menschheit begleiten sie uns. Sie flüstern, verführen, treiben an, halten fest – und manchmal sind sie längst ein Teil von uns.
Lucifer – Der Hochmut
Das Morgenlicht. Der gefallene Engel, der sich selbst über alles erhebt und selbst vor dem Himmel nicht niederkniet. Lucifer kennt seine eigene Herrlichkeit und hat niemals aufgehört, an seine Überlegenheit zu glauben. Für ihn beginnt jede Vorstellung von Größe mit demselben Gedanken:
„Ich bin mehr.“
Mammon – Die Habgier
Der Hunger nach Besitz, Macht, Ruhm und Reichtum.
Mammon verspricht alles, was ein Mensch sich wünschen kann: Gold, Kronen, Königreiche, Einfluss und schließlich sogar die Sterne. Doch hinter jedem erfüllten Wunsch wartet bereits der nächste.
Denn Gier kennt kein Ende.
„Sag Ja.“
Asmodeus – Die Wollust
Die erste Begierde. Das Feuer unter der Haut, der verbotene Gedanke und die Sehnsucht, die sich nicht zum Schweigen bringen lässt. Asmodeus braucht kein Heer und kein Schwert. Sein Reich liegt nicht außerhalb des Menschen, sondern in seinen Wünschen.
Er ist nicht nur der Verführer.
Er ist das Verlangen selbst.
Leviathan – Der Neid
Die Frage, die niemals verstummt:
„Warum er? Warum sie? Warum nicht ich?“
Leviathan zeigt den Menschen nicht, was sie besitzen, sondern was ihnen fehlt. Aus einem Vergleich wird Unzufriedenheit, aus Unzufriedenheit wird Neid.
Denn selbst wenn man den Gipfel erreicht, steht irgendwo bereits ein höherer Berg.
Beelzebub – Die Völlerei
Der unstillbare Hunger.
Nicht nur nach Nahrung, sondern nach allem, was die Schöpfung zu bieten hat: Geschmack, Geschichten, Erinnerungen, Erfahrungen, Leben und Welten.
Beelzebub will immer noch einen Bissen. Noch einen Schluck. Noch eine Geschichte. Noch einen Augenblick.
Doch je mehr er verschlingt, desto größer wird die Leere.
„Nur noch einen.“
Satan – Der Zorn
Die Flamme, die aus Unrecht, Verletzung und Verrat entsteht.
Satan vergisst nichts. Keine Lüge. Keine Verletzung. Kein Schweigen. Was als berechtigter Zorn beginnt, kann zu Vergeltung, Hass und schließlich zu Zerstörung werden.
Er sieht sich nicht als Ursprung des Feuers.
Er ist das Feuer, das bleibt, wenn niemand den ersten Funken löscht.
Belphegor – Die Trägheit
Der süße Stillstand.
Die Versuchung, nicht aufzustehen. Nicht anzufangen. Nicht weiterzumachen. Der Traum, der niemals beginnt, weil der erste Schritt zu anstrengend erscheint.
Belphegor muss nichts zerstören.
Er muss nur warten.
Bis aus „später“ ein „nie“ wird.
Sieben Lieder erzählen von diesen Mächten.
Nicht als einfache Geschichten über Gut und Böse, sondern aus der Perspektive jener Wesen, die seit Anbeginn mit den dunkelsten Seiten der Schöpfung verbunden sind.
Jeder Dämon versteht seine Sünde anders.
Lucifer sieht im Hochmut Größe.
Mammon sieht in der Gier grenzenlose Möglichkeiten.
Asmodeus sieht im Verlangen die menschliche Natur.
Leviathan lebt im Vergleich.
Beelzebub kann niemals satt werden.
Satan kann niemals vergessen.
Und Belphegor will schon gar nicht mehr aufstehen.
Vielleicht sind die Todsünden deshalb keine Fremden, die von außen über uns kommen.
Vielleicht tragen wir sie längst in uns.
Die Sieben Todsünden – sieben Dämonen, sieben Abgründe und sieben Stimmen, die niemals verstummen.
Songs
🎵 Titel anklicken für weitere Informationen und den Liedtext.